22.04.2003
Die Wattsche Dampfmaschine


Wattsche Dampfmaschine
   
Bei diesem Nachbau der ersten Dampfmaschine (Deutsches Museum, München) fällt die eigenartige Bauart auf. Über der Maschine wippt ein Balken, der Balancier. Links wird er vom Kolben über die Kolbenstange auf- und abbewegt, rechts überträgt er diese Bewegung auf das Schwungrad. Dabei wirkt die Kolbenstange nicht direkt auf den Balancier sondern über ein gelenkiges Hebelwerk in der Form eines Parallelogramms. Im Bild ist es links oben zu sehen, teilweise durch den waagerechten Balkens des Maschinenrahmens verdeckt. Deutlicher sieht man Parallelogramm in der Animation auf der nächsten Seite. Sein Zweck  wird deutlich, wenn man über den zweiten Knopf auf "ohne Parallelogramm" umschaltet:
Das Ende desBalanciers bewegt sich auf einem Kreisbogen, die Kolbenstange würde bei jedem Hub verbogen, starke Reibung und Abnutzung an der Zylinderdichtung wären die Folge. James Watt hat das Parallelogramm eingebaut, um die Kreisbahn in eine geradförmige Bahn überzuführen. Auf diese Erfindung war er besonders stolz. Die Bahn des linken unteren Gelenks des Parallelogramms, dort wo die Kolbenstange ansetzt, ist keine exakte gerade. In der Animation können Sie selbst versuchen, durch geeignete Wahl der Maße, die Abweichung von der geraden möglichst klein zu machen.



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